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Mesenchymale Stammzellen - MSC

Mesenchymal stem cell, source Robert M. Hunt for Wikipedia.

 

Das menschliche Knochenmark enthält, neben den bekannten blutbildenden hämatopoetischen Stammzellen, auch mesenchymale Stammzellen (MSC). Vor ca. 140 Jahren entdeckte der deutsche Pathologe Cohnheim, dass Zellen aus dem Knochenmark an der Wundheilung beteiligt sein müssen. Stammzellen, die in mesenchymale Zelltypen ausdifferenzieren können, wurden zuerst von Friedenstein, Owen und Caplan identifiziert und definiert. Das klassische Stammzellkonzept der Hämatopoese (Blutbildung) wurde von Friedenstein, Owen und Caplan auf Bindegewebszellen übertragen, demzufolge sich alle Zellarten wie Knochen, Knorpel, Fett und Stromazellen aus einer mesenchymalen Stammzelle bilden können. Dabei werden der MSC die Fähigkeiten der Selbsterneuerung, der unlimitierten Expansionsfähigkeit und der Kapazität zur Differenzierung in unterschiedlich spezialisierte Zelltypen wie z.B. Osteoblasten (knochenbildende Zellen), Chondroblasten (knorpelbildende Zellen), Myoblasten (muskelbildende Zellen) und Tenozyten (sehnenbildende Zellen) zugesprochen.

Nicht-hämatopoetische Knochenmarkzellen, die nicht nur die Fähigkeit zur Selbsterneuerung, sondern auch ein multipotentes Differenzierungspotential aufweisen, werden als mesenchymale Stammzellen – MSC- bezeichnet.

Weiterführende Untersuchungen zum Differenzierungspotential dieser Zellen erbrachten Hinweise, dass MSC – nach entsprechender Induktion – Phänotypen mit endodermalen und ektodermalen Charakteristika annehmen können. Die entstandenen Zellen weisen Merkmale von Hepatozyten (Leberzellen), hämatopoetischen Zellen, Pankreaszellen, oder neuronalen Zellen auf. Neuere Ergebnisse belegen eine weit komplexere Biologie der MSC als bisher angenommen. Die Zellen verfügen über immunmodulatorische bzw. suppressive Fähigkeiten. Sie können die Proliferation von T-, B- und NK-Zellen sowie die Differenzierung von dendritischen Zellen hemmen. MSC gelten als hypoimmunogen, sie synthetisieren eine Vielzahl von Zytokinen und Wachstumsfaktoren, über die sie immunmodulatorisch wirksam werden und unterstützen die Hämatopoese (Blutbildung). Das Vorhandensein multipler Chemokinrezeptoren auf den MSC-Zellen legt nahe, dass diese Zellen fähig sind in andere Organe einzuwandern um dort regenerativ tätig zu werden.

MSC-Zellen sind zur Gewebereparatur und Regeneration durch ihr Multidifferenzierungspotential, ihr hervorragendes Expansionsvermögen und ihre Fähigkeit zur Produktion von trophischen Faktoren und Extrazellulärmatrixproteinen sowie ihre immunmodulatorischen Eigenschaften sehr geeignet. 

 

 

 

 

 

 

 

 

Therapiespektrum 

 

ACS Autolog Konditioniertes Serum 

 

ACP Autolog Konditioniertes Plasma 

 

ACBM Autolog Konzentriertes Knochenmark 

 

Hyaluronsäure

 

Alternative Therapien

 

Homöopathie 

 

DNA Analysen