Deutsch
 
Italiano
 
Español
 
Русский
 
العربية

Knorpel

 

Knorpel gehört zu den Binde- und Stützgeweben, die sich entwicklungsbiologisch vom Mesenchym ableiten. Beim Mesenchym handelt es sich um embryonales Bindegewebe (erste 3 Monate der Schwangerschaft), aus dessen mulitpotenten (Fähigkeit sich in unterschiedliche Zellarten zu verwandeln) mesenchymalen Stammzellen alle Zellen des Binde- und Stützgewebes, wie z.B. Knochen, Knorpel, Sehnen, Muskulatur und Gefäße entstehen. Der Knorpel ist ein hochspezialisiertes straffes Bindegewebe, das aus 3 Grundelementen besteht. Erstens die Knorpelzelle, sie produziert das zweite Grundelement, eine schleimig-gelartige Substanz, die Interzellulärsubstanz. Diese besteht aus Proteoglykanmolekülen und Hyaloronsäure (Wasserspeicher). Das dritte Grundelement sind Kollagenfasern Typ II, (IX und XI). Alle drei Grundelemente werden von einem wichtigen Protein, dem so genannten Aggrecan, miteinander verknüpft. Das Kollagennetz bildet zusammen mit der schleimigen Interzellulärsubstanz die extrazelluläre (außerhalb der Zelle gelegene) Matrix. Der Knorpel besteht zu 95 - 98 % aus extrazellulärer Matrix, die für seine Festigkeit und Elastizität (Biomechanik) verantwortlich ist. Die restlichen 2 – 5 % sind echte Knorpelzellen, die einzeln oder in Gruppen in dieser extrazellulären Matrix eingelagert sind.

Aufgrund unterschiedlicher Zusammensetzungen der drei Grundelemente lassen sich drei natürliche Knorpelarten voneinander unterscheiden: der Faserknorpel, der elastische Knorpel und der hyaline Knorpel. Hyaliner Gelenk- und Bandscheibenknorpel ist ein außerordentlich spezialisiertes Gewebe, dessen Funktion die Pufferung von hohen mechanischen Belastungen ist, die täglich auf unsere Gelenke und unsere Wirbelsäule einwirken. Nur der kompliziert aufgebaute, wasserhaltige hyaline Knorpel ist in der Lage im Gelenk eine Dämpfungsfunktion zu übernehmen und den hohen Belastungen stand zu halten. Der Faserknorpel ist hierzu nicht geeignet.

Um die Wirkungsmechanismen der neuen Therapien zu verstehen, müssen wir – in vereinfachter Weise - erst einmal den Stoffwechsel eines hyalinen Knorpels erklären. Wird der hyaline Knorpel verletzt, kann er sich nur noch bei Kindern regenerieren, der erwachsene Gelenk- und Bandscheibenknorpel wird nicht mehr durch Blutgefässe versorgt. Die eingeschränkte Versorgungslage der vom Blutkreislauf abgeschnittenen Knorpelzellen ist mit verantwortlich dafür, dass Verletzungen des Knorpels über einen fortschreitenden, degenerativen Prozess zum Krankheitsbild der Arthrose führen können. Um aber die Aktivität der enorm aktiven Knorpelzellen, die, neben vielen wichtigen, unterschiedlichen Stoffwechsenprodukten, Proteoglykane und Kollagen II produzieren, zu erhalten, benötigen sie Nahrung. Der Gelenk- und Bandscheibenknorpel stellt das grösste zusammenhängende, nicht durchblutete Gewebe im Organismus dar. Die Ernährung des Knorpels kann hauptsächlich nur noch über die ihn umgebende „Suppe“ -  der Synovialflüssigkeit – aufrecht erhalten werden. Diese Flüssigkeit wird von der Gelenkinnenhaut (Synovia) produziert und als Gleitmittel sowie „Nahrungssuppe“ für den Knorpel in die Gelenkhöhle abgegeben. Der Hauptmechanismus der Knorpelernährung findet über die Diffusion statt, die wiederum abhängig ist vom Wassergehalt des Knorpels. Das Wasser liegt nicht in freier Form vor, sondern findet sich vorwiegend als Strukturbestandteil dieser Makromoleküle. Die im Knorpel befindlichen Makromoleküle können auch gegen hohe Druckbelastung Flüssigkeit halten. 

Eine wesentliche Rolle spielt dabei auch ein mechanischer Pumpmechanismus, der durch die Elastizität des Knorpels aktiviert wird. Wenn man einen Gelenk- oder Wirbelsäulenknorpel komprimiert, richtet er sich wieder auf, sobald der Druck nachlässt, beim Aufrichten saugt er nährstoffreiche Flüssigkeit auf, bei der Kompression gibt er Schlackstoffe ab. Nur gesunde, aktive Zellen können Proteoglykane und Kollagen II synthetisieren (bilden), um genug Wasser für einen ausreichenden Stoffwechsel zu binden. 

Jede akute Verletzung oder degenerative Veränderung des Gelenkknorpels beeinflusst die Syntheserate der Proteoglykane und Kollagene und damit auch seine biomechanische Eigenschaft. Es kommt zur Abnahme der Wasserbindung und damit zur Verschlechterung der Knorpelernährung, der Elastizität und der Pufferqualität und somit zur Arthrose. Mit heutigen therapeutischen Massnahmen ist es extrem schwierig, diesem negativem Kreislauf ausreichend entgegen zu wirken.

Ziel der von uns angewandten neuen Therapiekonzepte ist es  in den Arthrosekreislauf positiv einzugreifen und die Versorgung und Funktionalität des degenerativen Knorpels zu optimieren. 

 

 

 

 

 

 

 

 

Therapiespektrum 

 

ACS Autolog Konditioniertes Serum 

 

ACP Autolog Konditioniertes Plasma 

 

ACBM Autolog Konzentriertes Knochenmark 

 

Hyaluronsäure

 

Alternative Therapien

 

Homöopathie 

 

DNA Analysen