Deutsch
 
Italiano
 
Español
 
Русский
 
العربية

Anti Aging - Zellalterung

 

Das regenerative und reparative Potential von körpereigenen Zellen und Proteinen wird heute auch in der Anti-Aging Therapie und beim Burn-Out Syndrom eingesetzt. Ziel dieser Behandlung ist es altes Zellmaterial zu ersetzen, den Alterungsprozess der Zelle zu verzögern und den Regenerationsprozess des Körpers zu aktivieren und zu stabilisieren. Es ist dabei wichtig zu verstehen, welche Prozesse unseren Körper altern oder erkranken lassen. Hierzu gibt es inzwischen wichtige Erkenntnisse und Thesen, die wir unten aufführen.

Warum wir altern - der heutige Stand der Wissenschaft

Wenn sich 23 mütterliche Chromosomen mit 23 väterlichen Chromosomen zu einer neuen Zelle mit 46 Chromosomen im Zellkern vereint haben, nennt man diesen Vorgang Befruchtung und die neue, einzigartige Zelle heißt Zygote. Die Zygote ist die Ur-Stammzelle des menschlichen Lebens. Ihr Teilungspotential ist so unermesslich groß, wie das Universum in dem wir leben. Aus dieser einen Zelle wird ein Mensch mit ca. 75 Billionen Zellen. In jeder Sekunde sterben ca. 50 Millionen Zellen in unserem Körper, in der selben Zeit werden in etwa 50 Millionen Zellen neu geboren. Der natürliche Kreislauf des Lebens und des Todes findet im Mikrokosmos der Zelle und ihrer Zellbestandteile statt.

Die einzelne Zelle ist der Grundbaustein des menschlichen Körpers. Die innerhalb eines menschlichen Organismus unterschiedlichen Leistungen jeder einzelnen Zelle beruhen auf einer spezifischen genetischen Information. Diese Informationen sind innerhalb einer Zelle in den Genen gespeichert. Genetische Informationen enthalten das komplette Programm zur Steuerung aller Zellprozesse, die das Leben erhalten, z.B. Zellvermehrung und Synthese von Proteinen. Proteine sind die wichtigsten Bau- und Betriebsstoffe aller Zellen und nur sie erfüllen lebensnotwendige Aufgaben. Von herausragender Bedeutung sind dabei die Proteine, die als Bio-Katalysatoren, auch Enzyme genannt, die Stoffwechselprozesse im menschlichen Körper steuern. Mithilfe der Enzym-Proteine wird alles, was eine menschliche Zelle benötigt, um lebensfähig zu sein, wie Proteine, Fette und Kohlenhydrate, synthetisiert. Die Zellen aller lebenden Organismen enthalten ein Programm, das ihre Funktion steuert und das genetisch festgelegt ist, d.h. dieses Programm wird bei jeder Zellteilung auf die beiden neu gebildeten Zellen übertragen. Dies muss sehr präzise erfolgen, da ansonsten Störungen in der Zellfunktion auftreten. Das genetische Programm besteht aus einzelnen, unterschiedlichen Informationseinheiten, den Genen. Diese Gene sind auf dem Chromosomen linear, wie auf einer Perlenkette, angeordnet und haben eine exakt definierte Position und Struktur.

Wissenschafter, z.B. Humangenetiker und Zellbiologen aus aller Welt, diskutieren und untersuchen diese Zellstrukturen im Zusammenhang mit der Zellalterung. Aktuell werden mehrere Theorien zum Alterungsprozess des Menschen erforscht, vorgestellt und kontrovers diskutiert.

Die Mitochondrien-These / Die Mitochondrien sind kleine Kraftwerke in der Zelle; bis zu 1000 Mitochondrien schwimmen im Zellplasma einer Zelle und wandeln unsere Nahrung in Energie um. Bei der Umwandlung von Eiweiß, Kohlenhydraten und Fett entstehen aber auch Abfallprodukte, so genannte freie Radikale. Diese sind teilweise sehr schädlich und lassen die Zelle altern. Forscher wie Alessandro Prigione und James Adjaye vom Max-Planck-Institut für Molekulare Genetik in Berlin untersuchen den Einfluss von Stammzellen auf diesen Alterungsprozess. Im Fachmagazin Stem Cells kommen sie zu dem Ergebnis: die Kraftwerke der Zellen, die Mitochondrien können durch Re-programmierung in pluripotente Stammzellen verjüngt werden.

Die freie-Radikale-These / Instabile freie Radikale richten in Zellen Verwüstungen an, sie schädigen den Zellkern und auch die DNS. Dr. Paul Doetsch und seine Mitarbeiter an der Emory Universität in Atlanta, USA, erforschen Reparaturmechanismen, welche die durch freie Radikale entstandenen Schäden vermindern können. Sie erforschen, ob sich der Alterungsprozess durch Schutzproteine verhindern oder verzögern lässt. 

Die Gen-These / Die Suche nach dem Langlebigkeitsgen, sowie nach anderen Genen, die uns vor Alterskrankheiten schützen, ist in vollem Gang. Seit mindestens 10 Jahren verfolgen Forscher noch eine weitere These, danach sollen Schäden an den Genen einer Zelle die Alterungsprozesse erst auslösen. Allerdings kennt man bis heute den dafür verantwortlichen Mechanismus nicht. Prof. Jan Hoeimakers, Direktor des Instituts für Genetik an der Erasmus Universität in Rotterdam und seine Kollegen konnten in Experimenten nachweisen, dass der Zusammenbruch des DNS-Reparatursystems eine wichtige Rolle beim Alterungsprozess spielt. Dazu unterbrachen die Wissenschaftler den Reparaturmechanismus eines Mäuse-Gens und simulierten auf diese Weise eine Gen-Störung bei Menschen, die schon in jungen Jahren Altersgebrechen hervorruft. Die so behandelten Mäuse alterten sehr viel früher als ihre Geschwister. Die Ergebnisse dieser Versuche wurden im April 2002 in der britischen Fachzeitschrift Science veröffentlicht. 

Die Protein-These / Laut Dr. Young-Ki Paik, dem Präsidenten der Koreanischen Human Proteome Organisation (KHUPO) werden über 98 % aller Krankheiten von defekten Proteinen ausgelöst. Wer die biochemischen Grundlagen des Lebens erforschen will, der findet in den Zellkernen die Baupläne des Körpers in Form von Genen, in der Doppelhelix der DNA. Jedes Gen enthält die Anleitung zur Herstellung von 5 – 100 Varianten eines Proteins oder unterschiedlicher Proteine, von denen jedes eine andere Aufgabe erfüllen kann. Die Erforschung der Zellproteine wird uns Erkenntnisse über das Wachsen, Heranreifen und Altern bringen und weshalb wir krank werden und sterben. Liegt bei einem Protein eine Mutation oder eine Fehlfunktion vor, dann kann es seiner Aufgabe nicht mehr nachkommen; dies kann zu Erkrankungen und zum Zelltod führen.

Die Chromosomen-Telomeren-These / Die molekulare Lebensform, so haben vor allem Dr. Jerry W. Shay und seine Kollegen von der Universität Texas Soutwestern Medical Center in Dallas, USA, herausgefunden, tickt in den Telomeren, den Endabschnitten der Chromosome. Schon nach der Geburt lässt jede weitere Zellteilung diese Telomere um ca. 50 DNS Bausteine schrumpfen. Nach 80 bis 100 Zellteilungen ist das Lebenselixier der Zelle aufgebraucht, sie stirbt.

Die Bedeutung der Chromosomenenden für deren Stabilität erkannten erstmals die amerikanischen Nobelpreisträger Barbara McClintock und Hermann Joseph Muller, die auch den Begriff Telomer (griechisch: End-Teil) prägten. Die langsame Verkleinerung der Endabschnitte der Chromosome, also der Telomere, so die Theorie der Zellbiologen, begrenzt die Lebensspanne der Menschen auf maximal 120 Jahre. Shay und seinen Kollegen gelang es Telomere künstlich zu verlängern, dadurch wurden die so behandelten Zellen deutlich langlebiger. Bei der seltenen Kinderkrankheit Progeria infantum handelt es sich um eine Vergreisungskrankheit. Shay fand bei den Zellen der erkrankten Kinder dramatisch verkürzte Telomere. Inzwischen wird der Schrumpfungsprozess am Chromosomenende auch für Demenz, Immundefekte, Arteriosklerose und andere Alterskrankheiten verantwortlich gemacht. 1985 entdeckten die US-Wissenschaftlerinnen Carol Greider und Elisabeth Blackburn ein Enzym mit dem Namen Telomerase, das den Schrumpfungsprozess der Telomere aufhalten, bzw. verlangsamen kann. Gleichsam als ein biologischer Jungbrunnen verhilft die Telomerase einigen wenigen Zellen im Körper zur Unsterblichkeit. „Nur im Embryo findet man Telomerase noch in allen Körperzellen“ erklärt der Altersforscher Jerry Shay, doch irgendwann kurz vor der Geburt verschwindet es aus den meisten Zellen. Bei erwachsenen Menschen können nur noch die Keimzellen im Hoden, die mesenchymalen Stammzellen, sowie die hämopoetischen Stammzellen im Knochenmark Telomerase bilden.

Die Stammzell-These / Alle oben genannten Thesen können als Erklärungsmodell zusammengenommen einen Teil der reparativen und regenerativen Funktion sowie Transformationfähigkeit der Stammzellen verständlich machen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Therapiespektrum 

 

ACS Autolog Konditioniertes Serum 

 

ACP Autolog Konditioniertes Plasma 

 

ACBM Autolog Konzentriertes Knochenmark 

 

Hyaluronsäure

 

Alternative Therapien

 

Homöopathie 

 

DNA Analysen